„Oft plant der Mensch von langer Hand, was dann zerstört wird – kurzerhand.“

Diese Erfahrung musste ich am Mittwochmorgen auch machen. Angesagt hatte ich eine Beobachtung der Steinadlerbalz im Graswangtal unter der Führung eines Vogelkundlers, im Anschluss daran war eine etwa zweistündige Wanderung durch das Weidmoos geplant. Insgesamt waren es fünfzehn Anmeldungen, davon meldeten sich sieben Teilnehmer wie vereinbart am Dienstagnachmittag bei mir, zwei sagten ab und der Rest fällt wohl einfach unter „mit Schwund musst rechnen“.

Ich wollte gerade, die Türklinke bereits in der Hand, zum Auto gehen um trotz Stau Richtung Starnberg rechtzeitig um 07.50 Uhr am Treffpunkt Vereinsheim zu sein, als in dem Moment das Telefon klingelte - am anderen Ende ist der Vogelkundler aus dem Graswangtal und haucht mir ins Ohr „das Wetter hat sich nicht so entwickelt wie erwartet, die Beobachtung der Steinadlerbalz kann wegen dichten Nebel nicht stattfinden“!

Ups das ist der Super Gau!  Das gibt es doch nicht, gestern, letztmalig um 22.30 Uhr hatte er mir doch nochmals versicherte, dass die Beobachtung  wie geplant durchgeführt werden kann!

In meinem Magen geht`s jetzt rund! hoffentlich kann ich noch alle Teilnehmer erreichen! ich weiß nicht warum, aber instinktiv hatte ich am Vortag doch noch über einen „Plan B“ nachgedacht! Aber jetzt pressierst es und in kürzester Zeit hatte ich alle Teilnehmer bis auf Erika (sie war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zum Vereinsheim) telefonisch erreicht, die Adlerbalz abgesagt und Plan B, die „Ebersberger Weiherkette“ angeboten.

Am neuen Treffpunkt „Schalterhalle Bhf STA Nord, 08.45 Uhr, haben sich zu meiner Freude doch  noch drei DAVler eingefunden und zu fünft (Rudi, Gudrun, Rosa, Erika und ich) ging es mit der S-Bahn in Richtung Ebersberg. Kurz nach 10.00 Uhr kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Ebersberg an und konnten einen  heiteren und entspannten Frühlingswandertag in der lieblichen, leicht hügeligen  Landschaft rund um Ebersberg genießen.

Ein herzliches Dankeschön von mir geht an Rudi, Erika, Gudrun und Rosa für ihre herzerfrischende Spontanität!

Ende gut, alles gut!

Heidi Scharl