Fortseztzung des "Wettersteinjahres"...

Nach "Zwischen den Toren" wollten wir nochmal eine lange Tour im Wetterstein machen, zumal diese als alpiner Klassiker angepriesen wurde. Ernüchtert muß man leider sagen, daß die Wetterkante tatsächlich eine lange, klassisch alpine Tour ist, aber wer tolles Klettern und festen Fels erwartet, sollte sich hier nicht beschäftigen: Nie schwer, aber oft heikel, ist jede der 21 SL mit brüchigem Fels garniert, über den man behutsam schleicht. Wir starteten kurz nach halb 6 in Ehrwald und hörten in der Dunkelheit die Hirsche röhren. Elli stolperte im Zustieg sprichwörtlich über ein abgelegtes Körperteil und diese Trophäe musste dann natürlich durch die Wetterwand gezerrt werden :) In der Dunkelheit liefen wir auch die letzten Meter des langen Abstieg übers Platt mit den traurigen Restschneefeldern und durchs Gatterl zurück zum Auto. An der Brent-Alm bekamen wir noch Flaschenbier und vom Regen haben wir auch nicht viel abgekriegt...

Fazit: Langer Tag - Arschgeweih mal anders

Mit dabei: Michel aus Miltenberg, Kat aus Farchant, Elli & Geli

PS: Im Blog der Alipnsportbasis/Garmisch ist ein detallierter, hilfreicher Bericht - http://www.alpinsport-basis-blog.de/unsere-tour-durch-wetterkante-an-der-wetterstein-westwand ("sexy Gertrud" ist jetzt mit einer roten Flasche garniert), das angepriesene Topo beim bergprofi.com gibt es aus Wartungsgründen leider nicht, die Topos aus dem "Panico" bzw. den "Longlines" sind oke, aber am wichtigsten ist die alpine "Spürnase" und beherztes, zögerfreies klettern: tendentiell gehts eh immer aufwärts