Ein paar Tage Urlaub am Sellajoch - es gibt soo viel zu tun hier... Wir entscheiden uns für die Überschreitung der Grohmannspitze via "Dimai/Eötvös" an der Südwand, eine klassische Dolomiten-Führe mit ca. 13 SL, ein paar 4er Stellen. Schwierig waren Absicherung und Wegfindung, sodaß wir nur behutsam vorwärts kamen und immer glücklich waren über einen der vereinzelten Schlaghaken bzw. die Stände zu finden.

Die unteren 4 Stände der langen Querung sind mit sehr soliden Klebehaken/Ringen eingerichtet, Zwischensicherungen anzubringen und Wegfindung erfordern einiges Gespür (Heinz hätte sicherlich viele versteckte Sanduhren gefunden, die mir entgangen sind!). Die Schüsselstelle, ein schmaler und plattiger Rampenquergang mit dem lautmalerischen Namen "Menschenfalle" ist mittlerweile mit 3 BH entschärft. Am Gipfelplateau befinden wir uns in einer Mondlandschaft in einem Wolkenmeer, das ab und zu einen mystischen Blick auf Pordoi und Boe freigibt.

Sehr anspruchsvoller nordseitiger Abstieg mit luftigem Abklettern und mehreren Abseillängen über den Normalweg. Im Enzensperger-Kamin liegt noch Schnee/Eis. Wir haben einen Abseilstand partout nicht gefunden...Ansonsten muß man gut nach Stoamandl Ausschau halten, die einen mäanderartig in die Scharte zwischen Grohmann und Fünnffingerspitze leiten...

Fazit: Ernste und lange Tour in großartigem Dolomiten-Ambiente!

Die Beschreibung auf www.sentres.com ist recht präzise

Geli&Schorsch